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Nachgetragen

Die Bilanz liest sich nicht schlecht: 5 Monate, 11,000 Meilen, 11 Bundesstaaten. Die Eindrücke sind so vielseitig und unterschiedlich, daß sie unmöglich in einem Augenblick erzählt werden können. Das Blog bedankt sich bei seinen über die ganze Zeit treuen Lesern mit einem letzten Schmankerl: Die Galerien sind aktualisiert und enthalten jetzt auch je eine Bilderreihe zu den letzten Touren: Memphis und Washington. Dafür mußte Dauphin Island weichen; die Bilder sind aber nach wie vor über die Suche zu finden.
Viel Vergnügen beim Durchstöbern der Fotos.

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Ein Abschiedsbeitrag - Wie Präsidenten leben

Einen letzten Einblick in die USA war ich noch schuldig, und wie könnte man sich besser von diesem Land verabschieden als das Leben seines bedeutendsten Sprößlings zu beleuchten.
Mount Vernon war für nahezu sein gesamtes Leben der Landsitz General George Washingtons. Hier setzte er Pflanzen, versorgte er seine Frau, baute er an seinem Lebenstraum von einer Herrenvilla. Ein etwas anderes Bild von dem Mann, der die Neue Welt aus der Herrschaft Britanniens führen sollte.


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And back we came...

...from Alabama.
Nach etwas mehr als fünf Monaten beförderte eine Boeing 767 der United Airlines das Blog zurück in den kühlen Frühsommer des Rhein-Main-Gebiets.
Über 10.000 Meilen, 12 Bundesstaaten, Städte von 2000 bis 2 Millionen Einwohner. Ein einfaches Fazit würde keinem Aspekt gerecht werden, und so wird nächste Woche Bilanz gezogen.
Dazu folgt morgen ein besonderes Schmankerl - der letzte Tag der Reise, verbracht auf dem Anwesen Nobelmannes aus Virginia, der vom Grundbesitzer zum Präsidenten aufstieg. Mount Vernon.

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Washington - "The district"

Wer in der Hauptstadt nicht viel Zeit verbringen kann, kennt im Grunde nur ein Ziel - The Mall.
Auf einer Länge von mehr als vier Kilometern zieht sich dieser Grünstreifen entlang der Ost-West-Achse bis zum Potomac. Hier stehen die Museen des Smithsonian-Instituts, die Memorials und die Regierungsgebäude wie Kongreß und White House. Und so drängen sich Menschenmengen täglich in die Denkmäler amerikanischer Geschichte und Kultur.


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1607 - Jamestown

Manche nennen es die Wiege amerikanischer Kultur, den Ursprung des weißen, angeslächsischen Amerika: nach mehreren tragisch gescheiterten Versuchen landeten englische Abenteurer 1607 an der Chesapeake Bay und gründeten die erste dauerhafte britische Siedlung auf dem Boden der heutigen USA. Jamestowne sollte seitdem Stoff für Legenden sein, vom ersten gemeinsamen Erntedankfest mit den Indianern, das noch heute mit dem Festtagstruthahn zu Thanksgiving begangen wird, bis zur Indianerprinzessin Pocahontas, die den Anführer der Siedler aus der Gefangenschaft führen sollte.
Wie so oft war die Realität härter - und tragischer. Das Jamestown Settlement will diese Zeit bewahren, und beweist dabei erstaunliche Offenheit gegenüber Kritik.


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Williamsburg - wo alles begann


Es gibt nicht viele Orte in den USA, die für alle Amerikaner untrennbar mit Geschichte verbunden sind. Gettysburg ist so ein Ort, und natürlich Philadelphia, wo die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben wurde.
Die amerikanische Revolution begann allerdings in Williamsburg, das heute als "lebendes Museum" die Zeit Jeffersons, Washingtons und Henrys bewahrt. Und so kann man durch die Hauptstraße schlendern, an Raleigh's Tavern vorbei, an der die Gründerväter die Zukunft der Kolonien diskutierten, bis zum Capitol, dem Regierungsgebäude des Gouverneurs.


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Chesapeake Bay - Abseits der Touristenroute

Für einen Tag entschieden wir uns gegen die großen Touristenattraktionen, die diese Region Virginias zu bieten hat. Keine großen Kolonialbauten wie in Williamsburg, keine Navymuseen wie in Norfolk, keine Beachparks wie in Virginia Beach.
Dabei haben die beiden Städte Hampton und Newport News, die direkt an der Bay liegen, einiges zu bieten. Von den Ursprüngen des Fliegens, wie sie die Wright-Brüder erzählen, über die Entwicklung der Weltraummissionen, von der atemberaubenden Natur mit Alligatoren, Adlern und Kojoten, bis zu einer kleinen Brauerei, die rein zufällig einen wunderbaren Ausklang des Tages bescherte.


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Durch die Kolonien

Nachdem bereits am ersten Tag der Abschiedstour die 1000 Kilometer überschritten worden waren, passierte der Zähler heute die 1000 Meilen. An dieser Stelle seien kurz die Welcome Center der Bundesstaaten erwähnt. An den großen Verbindungshighways gibt es an jeder Grenze innerhalb der Vereinigten Staaten ein solches Gebäude, das einen nicht nur mit einer aktuellen Karte des Staates versorgt, sondern oftmals auch etwas Besonderes bietet wie Grapefruitsaft in Florida oder einen Palmenpark in South Carolina. Broschüren und Flyer für die einzelnen Regionen gibt es reichlich, und auf Wunsch helfen einem die in der Regel freundlichen Guides am Counter.
Zu guter letzt noch ein Blick auf das Mietauto: dank des angenehmen Buchungsservice von Sunny Cars haben wir wieder einmal günstig geupgradet (herrliches neudeutsch) und fahren nun einen braunen Chevrolet Monte Carlo mit einer hervorragenden Anlage, riesigem Kofferraum (zwei Jumbo-Samsonites, ein normaler Koffer und zwei Taschen) und einem 210-PS-V6, den wir bereits aus dem Pontiac kennen.
Damit haben wir es nun bis Virginia geschafft, in den nächsten Tagen mehr von der Atlantikküste und der Chesapeake Bay, von Kolonisten, Unabhängigkeitskämpfern und Wildlife.


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Erste Etappe der letzten Reise - Charleston

Die Hafenstadt South Carolinas ist eine der historisch bedeutendsten Orte an der Ostküste der USA. 1680 wurde hier an der Mündung des Cooper River und des Ashley River eine der ersten britischen Kolonien gegründet.
An ihrer Bay verteidigten einige wenige Soldaten 1776 erfolgreich die Stadt gegen eine überlegene britische Flotte und brachten der gerade unabhängig gewordenen Kolonie South Carolina einen ersten entscheidenden Sieg.
1860 eröffneten konföderierte Truppen vom Festland aus das Feuer auf die im Hafen gelegene Bastion Fort Sumter und zogen die amerikanischen Staaten in einen unerbittlichen Bürgerkrieg.
Und schließlich liegt hier die Hunley, das allererste aktive Unterseeboot, das 1861 einen Handelszerstörer der Union versenkte und dann für 140 Jahre auf mysteriöse Weise verschwand.
Vor allem aber ist Charleston die Perle der Südstaaten. Nirgends ist die Schönheit des Alten Südens in ihrer ganzen Pracht so perfekt bewahrt wie in dieser Stadt. Und aus diesem Grund folgen in diesem Beitrag Eindrücke aus der historischen Altstadt, deren Herrenhäuser und Kirchen einen Rundgang zum Erlebnis machen.


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All good things...

...must have an end.
Nach beinahe genau 5 Monaten nun der Abschied von Mobile. Im Laufe der Wochen wechselte die Stimmung von Heimweh zu Heimat, und es ist recht viel, was man zurückläßt. Ein letztes Mal geht das Blog on Tour, zum letzten Mal zum Aufbruch geblasen, um noch einmal fünf Staaten der USA zu durchqueren, um schließlich den letzten Ort unserer Reise zu erreichen, von dem uns Flug UA952 von Dulles Airport nach Deutschland zurückbringen wird.
Und da dieser Aufenthalt einen gebührende Ehrerbietung verdient hat, folgen in den nächsten Tagen noch einmal Eindrücke von der Ostküste der Südstaaten, vom ruhmreichen Charleston über die Siedlungen der Kolonien in Virginia bis zum Zentrum der Macht, Washington, DC.

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